21 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 der Erlenbachschule Elz entdecken die ungarische Kultur
Wie leben Jugendliche in anderen europäischen Ländern? Was unterscheidet unseren Alltag – und was verbindet uns? Mit diesen Fragen im Gepäck machten sich 21 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 der Erlenbachschule Elz vom 30. Mai bis zum 3. Juni 2026 auf den Weg nach Budapest. Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Iris Groll und Caterina Hendel. Im Rahmen einer Erasmus+-Mobilität besuchten das Könyves Kálmán Gimnázium Budapest. Im Mittelpunkt der fünftägigen Reise stand das Thema interkulturelles Lernen: andere Lebensweisen kennenlernen, unterschiedliche Perspektiven verstehen und Gemeinsamkeiten entdecken.
Budapest aus der Perspektive ungarischer Jugendlicher
Nach dem Flug und dem Einchecken im Hotel am Samstagabend startete das Programm am Sonntag mit einer besonderen Stadtführung. Eine ungarische Schülergruppe hatte die Sightseeing-Tour durch Budapest selbst organisiert und übernahm die Führung.
So lernten unsere Schülerinnen und Schüler die ungarische Hauptstadt nicht nur anhand ihrer Sehenswürdigkeiten kennen, sondern erhielten auch persönliche Einblicke in die Stadt und das Leben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Die Begegnung mit den ungarischen Jugendlichen bot zahlreiche Gelegenheiten, Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen.
Gemeinsamkeiten entdecken, Unterschiede verstehen
Am Montag besuchten die Jugendlichen das Könyves Kálmán Gimnázium. Nach einer gemeinsamen Vorstellungsrunde beschäftigten sie sich mit dem Thema „Gemeinsames Europa“ und lernten landestypische Besonderheiten Ungarns kennen.
Dabei ging es nicht allein um Fakten über ein anderes Land, sondern vor allem um den Austausch persönlicher Erfahrungen und Sichtweisen. Wie sieht der Schulalltag in Ungarn aus? Welche Traditionen prägen das Leben? Was ist anders als in Deutschland – und wo finden sich überraschende Gemeinsamkeiten?
Ein europäisches Buffet bildete den kulinarischen Höhepunkt des Tages. Unterschiedliche Speisen aus verschiedenen Ländern luden dazu ein, Neues auszuprobieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch hier zeigte sich: Interkulturelles Lernen beginnt oft mit Neugier, Offenheit und der Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen.
Miteinander arbeiten und voneinander lernen
Am Dienstagvormittag vertieften die deutschen und ungarischen Jugendlichen ihre Zusammenarbeit. In gemeinsamen Arbeitsphasen bereiteten sie Vorträge zu geografischen und politischen Besonderheiten sowie zu Themen aus der Lebenswelt von Jugendlichen vor. Dabei betrachteten sie sowohl die einzelnen Länder als auch ihre gemeinsamen europäischen Bezüge. Die anschließenden Präsentationen machten deutlich, wie vielfältig Europa ist. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass Jugendliche trotz unterschiedlicher kultureller Hintergründe viele Interessen, Wünsche und Erfahrungen teilen. Durch die gemeinsame Arbeit stärkten die Schülerinnen und Schüler ihre Kommunikationsfähigkeit, ihre Teamarbeit und ihr Verständnis für andere Perspektiven.
Der Besuch der Unterrichtsstunden in Mathe, Kunst und Deutsch bildete einen weiteren Schwerpunkt. Hier konnten fachliche Interessen ausgetauscht werden.
Teamgeist kennt keine Sprachgrenzen
Am Dienstagnachmittag standen Bewegung, Begegnung und gemeinsames Erleben auf dem Programm. Bei einem internationalen Fußballmatch und einem gemeinsamen Volleyballspiel waren Teamgeist, Fairplay und gegenseitige Unterstützung gefragt. Die Jugendlichen konnten sich auf spielerische Weise kennenlernen und erleben, dass Zusammenarbeit auch dann gelingt, wenn nicht alle dieselbe Sprache sprechen.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames traditionelles Abendessen in der Budapester Altstadt. In gemütlicher Atmosphäre genossen die Jugendlichen die ungarische Küche und ließen die Erlebnisse der vergangenen Tage gemeinsam ausklingen.
Europa beginnt mit Offenheit
Am Mittwoch, dem 3. Juni, trat die Gruppe die Heimreise an. Die fünf Tage in Budapest hatten viele Gelegenheiten geboten, eine andere Kultur kennenzulernen, eigene Vorstellungen zu hinterfragen und neue Perspektiven einzunehmen.
Die Erasmus+-Mobilität zeigte, dass interkulturelles Lernen weit über den Unterricht hinausgeht. Es entsteht überall dort, wo Menschen einander zuhören, Fragen stellen, Unterschiede respektieren und Gemeinsamkeiten entdecken. Die Begegnung mit den ungarischen Jugendlichen machte Europa für unsere Schülerinnen und Schüler unmittelbar erfahrbar.
Wir bedanken uns herzlich beim Könyves Kálmán Gimnázium und allen Beteiligten für die Gastfreundschaft und die gelungene Zusammenarbeit. Die Reise nach Budapest war eine wertvolle Erfahrung, die hoffentlich noch lange in Erinnerung bleibt – und die gezeigt hat, wie wichtig persönliche Begegnungen für ein offenes, vielfältiges und gemeinsames Europa sind.
Ermöglicht wurde die Begegnung durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union.











